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Die Sicherung und Weiterentwicklung unserer Bildungsstandards ist wesentlich für die tägliche Arbeit mit den Kindern. Unser Team reflektiert deshalb ständig das eigene Handeln, unsere konzeptionellen Ziele, analysiert regelmäßig Stärken und Schwächen und bildet sich zu den aktuellen Entwicklungen in der Kindertagesbetreuung fort.
Im Herbst 2010 schlossen wir erfolgreich das SOAL-Qualitätsentwicklungsverfahren© mit unserer Zertifizierung ab. Über drei Jahre setzte sich unser gesamtes Team dafür in externen und internen Schulungen und in den daraus zu entwickelnden Prozessen in den täglichen Abläufen mit sieben Modulen entlang der dort formulierten Rechte der Kinder auseinander.

  1. Kinder haben ein Recht auf Bildung ab der Geburt.Während des gesamten Verfahrens und auch weiterhin hinterfragen wir unser grundlegendes Verständnis von Bildung. Welche Prozesse, Erlebnisse oder Erfahrungen bilden die Kinder zu welchem Zeitpunkt in ihrer Entwicklung? Welche Anregungen, Bedingungen und Beziehungen unterstützen die Kinder dabei?
  2. Kinder haben ein Recht auf Erwachsene, die ihr pädagogisches Verhalten ihnen gegenüber und ihren Umgang untereinander reflektieren.Wir hinterfragen unser pädagogisches Selbstverständnis im Team und als einzelne Fachkraft. Kompetenzen, Methoden, Strategien und kritische Auswertung unseres Handelns werden fachlich und persönlich erweitert.
  3. Kinder haben ein Recht auf Erzieher/-innen, die ihre Lebenserfahrungen hinterfragen.Erinnerungen an die eigenen kindlichen Bildungsprozesse werden von uns dargestellt. Durch diese Biographiearbeit verändert sich unser Blickwinkel, aus dem wir die Kinder, mit denen wir heute arbeiten, und unser persönliches pädagogisches Handeln betrachten.
  4. Kinder haben ein Recht auf eigene Bildungsprozesse, die von Erwachsenen anerkannt werden, obwohl sie häufig rätselhaft und fremd erscheinen.Durch das Beobachten der einzelnen Kinder in ihren Beschäftigungen nehmen wir ihre individuellen Interessen, Bedürfnisse, also ihre aktuellen Bildungsthemen, wahr. Unsere Angebote und Projekte stimmen wir in Teamreflexionen auf diese Themen ab. Damit können wir die Aktivitäten der Kinder so unterstützen und lenken, dass sie die Erfahrungen machen können, die ihnen gerade wichtig sind. Diese Bildung aus erster Hand ist Grundlage auch für die spätere schulische Bildung.
  5. Kinder haben ein Recht auf Themen und Umgebungen, die entdeckendem Lernen Raum geben.Durch die Gestaltung unserer Projekte, unserer Räume und die Auswahl der Materialien bieten wir den Kindern die Möglichkeit, selbsttätig aktiv zu werden. Die Kinder beschäftigen sich mit den Themen, die sie gerade interessieren. Ihr Forschergeist wird angeregt, immer Neues zu entdecken, und dabei lernen sie.
  6. Kinder haben ein Recht auf Erzieherinnen, die ein vertieftes Interesse an einem Bildungsbereich haben.Um die Bildungsprozesse der Kinder optimal begleiten und unterstützen zu können, konzentriert sich jede unserer Erzieherinnen auf einzelne Bildungsbereiche. So kann z. B. eine Fachfrau für Bewegung gezielt wahrnehmen, welche Angebote die Kinder besonders ansprechen, und daraus weitere Projekte gestalten. Durch die Verteilung der Bildungsbereiche im Gruppenteam werden die Kinder ganzheitlich unterstützt.
  7. Kinder haben ein Recht auf Nachhaltigkeit ihrer Bildungsprozesse. Mithilfe unserer Beobachtungen, Reflexionen und Dokumentationen gestalten wir mit den Kindern verschiedene Formen, Erlebtes zu präsentieren. Dadurch haben alle die Möglichkeit, sich an vergangene Projekte und Erlebnisse zu erinnern und diese rückblickend zu verarbeiten. Gemachte Erfahrungen gehen nicht verloren, sondern werden in die weiteren Aktivitäten eingebunden. Als Team stellen wir sicher, dass unsere Arbeitsweise alle Rechte der Kinder im Blick behält, indem wir unsere Arbeit ständig hinterfragen und uns alle zwei Jahre durch die SOAL-QE-Referenten überprüfen und nachzertifizieren lassen.