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Die Kinder sind immer beschäftigt und stehen (ohne es selbst wahrzunehmen) in Prozessen, die ihr Wissen und ihre Persönlichkeit bilden. Unser Ziel ist es, diese Bildungsprozesse wahrzunehmen und zu unterstützen. Dabei stehen die Aktivitäten, die die Kinder aus sich selbst heraus suchen oder wählen, im Fokus unserer Beobachtungen. Die Kolleginnen reflektieren, woraus die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen resultieren, und bereiten aus diesen Schlussfolgerungen die nächsten Angebote, Projekte und Materialien vor.

In den letzten Jahren bauten wir in unserem Team das "Fachmenschen-Prinzip" aus. Zum einen sind die Räume je nach den verschiedenen grundlegenden Bildungsbereichen so eingerichtet, dass sie die Kinder zu einem selbsttätigen Handeln anregen. Zum anderen vertiefen die Pädagoginnen ihr Wissen in Bezug auf einzelne Bildungsbereiche und übernehmen hier besondere Verantwortung in der Gestaltung der Räume, Projekte und Angebote. Auf diese Weise erhalten die Kinder die spezifischen Anregungen, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Im Team findet ständig ein Austausch über die Prozesse der Kinder statt, wobei sich die Pädagoginnen auf ihr Fach konzentrieren können.

Im Tagesablauf hat jede Kollegin einen überschaubaren Bereich zu betreuen und die Kinder verteilen sich, je nach ihren Interessen, in den verschiedenen Räumen. Sie werden immer in ihren Aktivitäten begleitet, beobachtet und erhalten den (von Erwachsenen) geschützten Rahmen, den sie brauchen.
Bei der Wahl der Fachbereiche werden die persönlichen Kindheitserfahrungen und Interessen der Erzieherinnen berücksichtigt. Denn nur eine Fachfrau, die sich selber gern z. B. mit dem Bauen und Konstruieren beschäftigt, kann wirklich den Kindern die Freude daran vermitteln, die ihr Interesse nachhaltig anregt.